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Aus dem stark welligen Flußtal der Oberach mit Acker- und Wiesengründen auf schotterigem Schlierboden erhebt sich gegen Osten rasch ansteigend der aus tertiärem Konglomeratschotter aufgeworfene kegelförmige Pattighamer Hochkuchl mit Nadelwaldbestand. Von seinem wiesenreichen Osthang reicht das Gemeindegebiet bis zum Leitenholz und zum nahegelegenen Ottenberg im Westen und in seiner Längenausdehnung vom Oberleinberg bei St. Thomas bis zum Nordhang des Eckelhamerberges.“
(aus Feichtenschlager, Maier, D´ Innviertler Roas)
 
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Die Ortsgemeinde Pattigham ist
11,22 Quadratkilometer groß und besteht aus den drei Katastralgemeinden:
Pattigham, St. Thomas und Oberbrunn.
In 14 Ortschaften (211 Wohngebäude / 298 Haushalte) leben rund 840 Einwohner.
 
Zeittafel zur Geschichte Pattighams von Fritz Hintenaus
1160 Pattichinheim – erste urkundliche Erwähnung im 5. Passauer Codex; 1190 Haging
13. Jh. Erster Badebetrieb im Heilbad St. Thomas in einem hölzernen Badhaus
1340 Das Vogtamt – dem Domkapitel Passau zugehörend – entsteht als 5. Amt des Landgerichtes Ried.
1380 Burgbau der Kuchler Konrad IV. und Hans am Hochkuchl
15. Jh. Die Wallfahrstkirche St. Thomas wird gebaut
1463 Das Geschlecht der Hochkuchler stirbt mit Hans aus
1480 – 1490 Das Domkapitel Passau errichtet die St. Laurenz – Kirche zu Paticheim
1633 In einer passauischen Matrikel wird die Pfarre Hohenzell mit den Filialkirchen Pattigham und St. Thomas erwähnt
1660 Kurfürst Ferdinand Maria aus Bayern spendet den Thomasaltar für die Wallfahrtskirche St. Thomas
1717 Die 2. Rotundakapelle zu St. Thomas wird gebaut
1779
13. Mai
Das Innviertel, ein Jahrtausend zu Bayern gehörend, kommt zu Österreich
1785 Die Kirche zu St. Thomas wird unter Kaiser Josef II. geschlossen und 1787 abgerissen
1791 Erste Volksschule in Pattigham, erster Lehrer ist Georg Böheim
1850 Pattigham wird Ortsgemeinde mit mit 903 Einwohnern in 154 Häusern
1852 1852 Pattigham wird selbstständige Pfarre
1892 1892 Der alte Zwiebelturm der Pfarrkirche wird durch einen gotischen Spitzhelm ersetzt
1893 Ein Brand der Badeanstalt St. Thomas beendet den Badebetrieb
1905 Das heilbringende Wasser von St. Thomas wird nach Ried geleitet
1914 – 1918 Erster Weltkrieg ( 24 Gefallene, 7 Vermisste )
1939 – 1945 Zweiter Weltkrieg ( 30 Gefallene, 22 Vermisste, 900 Flüchtlinge in Pattigham )
1959 Straßenbeleuchtung in Pattigham
1969 Sportplatzbau (erweitert 1989)
1982 1982 Eröffnung der Tennisanlage
1995 Eröffnung des neuen Raiffeisenbankgebäudes.
Kanalisation durch den Reinhaltungsverband Oberach ( Pattigham, Pramet, Schildorn )
1996 Einweihung des neuen Gemeindeamtes
1997 Segnung des Pfarrzentrums
2000 Eröffnung des Feuerwehrzeughauses / des Musikerheimes / der Altstoffsammelinsel
 
In Urkunden erwähnte Ortschaften
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Auszüge:
1160:
Im 5. Passauer Codex ist der Mayrhof zu Patichinheim des Domkapitels Passau angeführt. Zu ihm gehörte die Fronmühle.
1190: Hagingen „Eine gewisse Christina übergibt dem Kloster St. Nikola bei Passau ein zu Hagingen gelegenes Gut.“
1204: Fürholtz (Weiler), Ortschaft Atzing
Nähere Informationen in der linken Grafik!
Das Wappen

Seit 1982 darf Pattigham ein Gemeindewappen nach einem Entwurf des Amtsleiters Franz Wambacher führen.

Der passauische Wolf deutet auf die Ursprungsgeschichte des Ortes, die Margeritenblüte auf die schöne, vorwiegend landwirtschaftlich genutzte Gegend hin.
 
 Der Name

Der Name Pattigham wird von „Pattichö“, einem dort von Passau eingesetzten Gutsverwalter abgeleitet.
In der Schulchronik von 1880 aber schreibt der Lehrer Mathias Czech: „Pattichinheim“ – „Paticho“ hat seinen Namen von dem westlich vorbeifließenden Bächlein „Pattig“ und dem hinzugekommenen „ham“ identisch mit „heim“ erhalten.

 
 Die Burg am Hochkuchl

Schon zur Römerzeit, also vor 2000 Jahren, sollen „Saumpfade“ durch Hausruck- und Kobernaußerwald von Nord nach Süd geführt haben. C.F.Meindl schreibt: „Im Zentrum der Waldlandschaft erhob sich die römische Warte am Patigheim Hochkuchl. An seinem Fuß lag der an die römische Zeit erinnernde Ort Walling.“

Von einer römischen Warte an-gefangen bis zu einer ritterlichen Burg hin gibt es eigentlich keine urkundlichen Beweise.
Aus einem Original – Pergament im Schloßsarchiv Aurolzmünster aus 1437 geht hervor, dass einstmals Stockach = Stocket in der Pfarre Pattigham im Besitze der Kuchler Conrad und Hans gewesen war.

Die Kuchler, von Kuchl bei Golling stammend, kamen im Jahr 1377 durch Konrad III. und Hartnid II. durch den Kauf der Herrschaft und des Schlosses Friedburg vom Bistum Bamberg in den Besitz des Kobernaußerwaldes.
1380, nach anderer Angabe 1360, soll die Burg neu auf dem Pattighamer Hochkuchl erbaut und von den beiden letzten Kuchlern Konrad IV. und Hans bewohnt, zu ihren Lebzeiten aber bereits wieder verlassen worden sein. 1463 starb mit Hans, der kinderlos geblieben war, das Geschlecht der Hochkuchler aus.

Von der Burganlage fehlt heute jede Spur. Geblieben ist der Name „Burgleiten“. Der Volksmund aber erzählt von einem geheimen, unterirdischen Gang, der die Burgen zu Pattigham und Lohnsburg verbunden haben soll, stieß man doch 1930 bei Kellergrabarbeiten im „Grießlerhaus“ zu Pattigham auf einen von West noch Ost verlaufenden Gang. Der „Gang“ aber war ein Erdstall.

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